Vorstand
    Andreas Hübner, Vorsitzender
    Jürgen Fitschen
    Katherine Fürstenberg-Raettig
    Karin M. Klossek
    Dr. Walter Kuna
    Claudia Steigenberger
Ehrenvorsitzender
    Prof. Alexander Demuth
Leitung der Geschäftsstelle
    Astrid Kastening
Die Historie des Frankfurter Patronatsvereins für die Städtischen Bühnen e.V.

  • Die Idee geht auf das Jahr 1915 zurück: Justizrat Dr. Ludwig Joseph an damalige Oberbürgermeister Gerhard Voigt (10. März 1915):

    „Das Theater war mehr oder weniger eine Veranstaltung, zum Teil gesellschaftlicher Art, der wohlhabenden Klassen geworden, nicht nur in der hiesigen Stadt. Der Krieg hat gezeigt, welcher Reichtum an Bildung des Gemüts und des Geistes unseren unbemittelten Volksgenossen innewohnt; ein förmlicher Bildungshunger, dessen Befriedigung zu den vornehmsten Pflichten der Allgemeinheit gehört, nicht nur etwa aus Dankbarkeit.”
  • Durch den ersten Weltkrieg und die schwierige Zeit danach dauerte es einige Jahre, bis diese Idee wieder aufgegriffen werden konnte.

    Am 17.12.1924 meldet der „Frankfurter Anzeiger” die Gründung des „Patronatsvereins”. Unter den Vorstandsmitgliedern waren Namen, die man heute noch kennt: Konsul Dr. Karl Kotzenberg, Dr. Richard Merton, Arthur von Mumm, Oscar Oppenheimer, Hermann  von Passavant, Dr. Milton Seligman, Dr. Heinrich Simon von der Frankfurter Zeitung, Geheimrat Dr. med. Spiess, Otto Ernst Sutter und Geheimrat Dr. Arthur von Weinberg.

  • Um die jüdischen Vorstandsmitglieder nicht ausschließen zu müssen, unterzeichnete Dr. Arthur von Weinberg im November 1933 eine Mitteilung an den Oberbürgermeister Dr. Krebs über die Auflösung des Patronatvereins. Das restliche Vereinsvermögen über RM 14.000,-- erhielten die Bühnen.

  • Eine 1935/1936 versuchte Neugründung gelingt nicht.

  • 1948 billigte das US-Military Gouvernement den Antrag auf Gründung des „Patronatsvereins für den Wiederaufbau der Städtischen Bühnen”. Verantwortlich hierfür waren die Herren Dr. Peter Bartmann, Adolf Eyssen und Carl Tesch, einer der bedeutendsten Frankfurter sozialdemokratischen Bildungspolitiker.

  • Von 1964 bis 2001 führte und prägte der Unternehmer und Mäzen Dr. Hans Schleussner 36 Jahre lang den Verein.

  • Seit Mitte der Neunziger Jahre erlebt der Patronatsverein einen Wandel in seiner Gewichtung und seinem Selbstverständnis, der sich auch in einer Satzungsänderung widerspiegelt. In Zeiten allgemeiner Finanzknappheit wurden die drei Sektionen (für die Sparten Oper, Schauspiel und Ballett) neu aktiviert und eingerichtet. Durch größere Selbstständigkeit und Eigenverantwortung können die Sektionen mit ihren jeweiligen Kuratorien noch gezielter Vertreter der Geschäft- und Finanzwelt ansprechen und Veranstaltungen, die auf bestimmte Interessentengruppen zugeschnitten sind, durchführen.

  • Im Mittelpunkt steht heute die ideelle und finanzielle Unterstützung der Bühnen. Viele herausragende Produktionen, die durch die Unterstützung des Patronatsvereins zustande kommen, bereichern das Programm jeder Spielzeit.

  • Seit 2001, mit Prof. Alexander Demuth als Vorsitzenden, machte sich der Vorstand zur Aufgabe, mit Mitteln des modernen Marketings die Anzahl der Freunde und Förderer zu erweitern und den Umfang der Fördermittel zu vergrößern.

  • Die Mitgliederzahl des Patronatsvereins hat sich seit 2001 mehr als verdoppelt und beträgt heute über 1.200 Mitglieder. Die Anzahl der „Patrone” , Firmen und private Förderer, die Spendenmittel in größerem Umfang zur Verfügung stellen — ist auf über 100 angestiegen.

  • Im November 2015 gab Prof. Alexander Demuth sein Vorstandsamt auf. Die Mitgliederversammlung wählte Herrn Andreas Hübner einstimmig zum neuen Vorstandsvorsitzenden des Vereins.